573. Cranger Kirmes stellt neuen Besucherrekord auf

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573. Cranger Kirmes stellt neuen Besucherrekord auf



Sehr gut, toll, top, super, gigantisch: So viel Begeisterung war selten. Veranstalter und Schausteller der 573. Cranger Kirmes, die am Sonntag zu Ende ging, hatten dazu auch allen Anlass: 4,7 Millionen Besucher haben sich an den zehn tollen Tagen auf dem Rummelplatz getummelt.

Das gab's noch nie", freut sich Hernes Kirmesdezernent Meinolf Nowak. Selbst Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, kann ein Glitzern in den Augen nicht verbergen, als er für sich und seine Kollegen Bilanz zieht. "Wenn jeder Besucher nur einen Euro ausgegeben hat . . . ", überlässt es er jedem selbst, die Summe auszurechnen, bei der es aber wohl ganz bestimmt nicht geblieben ist.

Was alle verblüfft: Nicht nur an den Wochenenden gab es den erwarteten starken Besucherandrang. Auch die Wochentage erwiesen sich als ausgesprochen publikumsträchtig. Vor allem der Mittwoch, an dem mit ermäßigten Preisen Familien gezielt angesprochen werden, war so gut besucht wie sonst nur ein Wochenendtag - selbst die Cranger Abfahrt der A42 musste abends zweitweise gesperrt werden.

Ihrem Anspruch als Familienkirmes wurde Crange auch in anderer Hinsicht gerecht: Obwohl noch mehr Menschen als üblich zum größten Volksfest in NRW strömten, ging die Zahl der Polizei-Einsätze deutlich zurück: von 660 im vergangenen Jahr auf 560 in diesem. Die Bilanz von Kirmespolizeichef Bernd Koch fand Platz auf einer Seite eines Zettels im Format quadratisch, praktisch, gut. 194 abgeschleppte Pkw, 38 Verkehrsunfälle, 127 Platzverweise, 66 Schlägereien, 40 Diebstähle, zehn Sachbeschädigungen, 19 Festnahmen und sechs Widerstände, listete er die Zahlen im Einzelnen auf.

Mehr zu tun hatte dagegen das Deutsche Rote Kreuz, das 570-Mal Hilfe leisten musste - etwa 100-Mal mehr als durchschnittlich in den vergangenen Jahren. "Meistens ging es aber nur um Pflaster, Insektenstiche und dicke Füße", sagt Einsatzleiter Rainer Weichert.

"Crange ist eine sehr friedliche Kirmes", unterstreicht Albert Ritter. "Der Menschenschlag ist hier ein anderer, wenn ich mal einen Vergleich zu Bayern mache. Hier kann man ohne Probleme noch um 2 Uhr Alkohol an Erwachsene ausschenken, ohne dass was passiert. Hier säuft man sich nicht voll." Insgesamt, so sein Resümee, "hat die Cranger Kirmes wieder ihre Größe unter Beweis gestellt."


quelle: derwesten.de
 
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