Erlebnisse am Autoskooter

B

Berg-und-Talbahn

Hier mal ein Zeitungsbericht zu dem Autoskooter von Laux:

ZITAT
Grünes Licht für die Karambolage


Einblicke im Kassenhäuschen : Hoch her ging es beim Auto-Scooter-Verleih auf dem Andreas-Markt




Ein Nachmittag auf dem Andreas-Markt beschert neue Einblicke, wenn man ihn im Kassenhäuschen des Auto-Scooters verbringt. Grundrechenarten sollte man beherrschen. Karambolagen sollten einem nichts ausmachen.


Von Kurier-Mitarbeiterin

Corinna Spatz

Straßentauglich ist das nicht, was zwei Zwölfjährige vor meinen Augen angestrengt versuchen: möglichst oft und möglichst heftig zu kollidieren. Ist der "Gegner" gerammt, wird dies mit triumphal in die Luft gereckten Fäusten gefeiert. Meine Frage, ob Kurt Laux, der Betreiber des Auto-Scooters auf dem Andreas-Markt und Vorsitzender des Wiesbadener Schausteller-Verbands, einen Vertrag mit Wiesbadener Zahnärzten habe, beantwortet er lächelnd: "Ich habe noch keinen zahn auf der Fläche gefunden." Für wenige Stunden darf ich das Kommando im Kassenhäuschen übernehmen. In Fußhöhe kriecht warme Luft meine Hosenbeine hoch, mein Gesicht erfreut sich durch die Öffnung in der Glasscheibe vor mir der Frischluft. Gesäumt von rot, grün, gelb und weiß blinkenden Lichtleisten liegen die 26 Fahrzeuge fahrbereit auf der 338 Quadratmeter großen Fläche. Um 15 Uhr herrscht noch Ruhe. Einzig Schlager aus der 4000 CDs umfassenden Sammlung von Laux erklingen.

"Zwei Chips, bitte." Meine ersten Kunden! Zwei Mädchen mit blonden langen Haaren reichen mir einen 20-Euro-Schein und erhalten die weißen Plastik-Taler. Betont souverän gebe ich das Wechselgeld, 17 Euro. Nur kein zögerliches Kopfrechnen erkennen lassen. Eine Mutter mit zwei Kindern ersteht vier Fahrten zu fünf Euro. Der Sohn mit Zahnspange nimmt sie weltmännisch in Empfang, die kleine Schwester lächelt verschämt. Hektisch, um bei der nächsten Fahrt noch mit dabei zu sein, drängt sich eine "blaue Fraktion" heran - vier Teenager mit gegelten Igelfrisuren in dunkelblauen Jacken - und legt abgezählte Münzen auf das kleine Perserteppich-Imitat.

Ich öffne die linke der beiden Schubladen über meinen Knien, in denen die Einnahmen verstaut sind: links Münzgeld, rechts die Scheine. Hunderte von weißen Fahr-Chips befinden sich in einer großen Schublade zu meiner Rechten. Ein prüfender Blick auf die Fläche: Alle Fahrberechtigten, wie es im korrekten Auto-Scooter-Jargon heißt, sitzen erwartungsvoll in den Wagen. Der "Start"-Knopf leuchtet grün inmitten eines ganzen Pults voller Schalter. Ein kurzer Druck mit dem Zeigefinger, und mit dem Ton einer durchdringenden Schiffshupe, der mich jedes Mal erneut zusammen zucken lässt, setzen sich die Fahrzeuge in Bewegung. Geschwindigkeitsstufe zwei ist eingestellt und sorgt bei etwa 75 Ampere für annähernd 18 Stundenkilometer. Zirkel, Schlangenlinien und rasantes Rückwärtsfahren, also alles, was jedem Fahrlehrer den Schweiß auf die Stirn treiben würde, sind die am häufigsten vollführten Manöver. Das Rückwärtseinparken entfällt zum Glück.

Fünf Grundschul-Groupies stehen am Rand und bewundern die Fahrkünste zweier Klassenkameraden - die sich mächtig ins Zeug legen, um sich als die Schumachers von morgen zu profilieren. Allerdings steht die Geschwindigkeit nicht im Vordergrund: "Das Zusammenstoßen ist der Sinn des Auto-Scooters", seufzt Kurt Laux junior, in fünfter Generation Schausteller. Was den meisten Kunden die größte Freude bereitet, nämlich schwungvolle Karambolagen, strapaziert die knapp 5000 Euro teuren Vehikel verständlicherweise mehr als bloßes Dahingleiten. Anderthalb Minuten dauert eine Fahrt.

Ein rothaariger Junge mit Brille und roten Backen hat den Chip zu früh eingeworfen und bittet nun um Ersatz - ein Knurren aus dem Hintergrund des Kassenhäuschens stellt die Besitzverhältnisse klar. Lucky, die achtjährige Rottweilermischlings-Hündin der Familie Laux, hält mir den Rücken frei. Dennoch bekommt der verhinderte Fahrer natürlich einen zweiten Chip.

Kassieren, Chips aushändigen, Wechselgeld, Startknopf, Kassieren, Chips aushändigen, Wechselgeld, Startknopf... Ich komme ins Schwitzen, denn mit fortschreitendem Nachmittag hat der Auto-Scooter mehr und mehr Zulauf. So ganz schlecht mache ich meine Sache wohl nicht: Bevor ich das "Zepter" wieder den Inhabern übergebe, bietet mir Laux senior im Spaß die Übernahme des Auto-Scooters oder wahlweise eine Festanstellung an. [/b]


Quelle: www.main-rheiner.de


Zu den Geschwindigkeitsstufen beim Autoskooter hätte ich eine Frage, welche gibt es? Und wieviel km/h sind das bei den verschiedenen Stufen?
Also wie bei dem Bericht zu lesen ist, sind es bei der Geschwindigkeitsstufe 2 etwa 18 km/h.
 
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