Höchstes Riesenrad der Welt

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chris

Rechtzeitig zur WM 2006 soll in Berlin das höchste Riesenrad der Welt
gebaut werden mit einer Höhe von 140 meter respect
damit ist es um einiges höher als das Rad in London.
der Clou daran ist das es mit Solarenergie angetrieben wird :sun:
 
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Flying Circus 19

Boa ey,

140 m hoch, das is ja krass.

Das Europarad von Kipp is ja schon hoch, aber das is ja der HAMMER!!!

Gruß Flying Circus
 
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Shakergirl

Hallo Chris,

Du bist etwas auf dem falschen Dampfer! Das Riesenrad soll (wenn es denn gebaut wird) 175 m hoch werden!
Von Solarenergie als Antrieb habe ich nichts gehört bislang, wo hast Du das denn her?

Und ob es bis 2006 fertig ist, steht noch gar nicht fest. Bislang kann man sich nicht über einen genauen Standplatz einigen. Es steht nicht mal fest, ob es überhaupt gebaut wird. Die Stadt Berlin hat jedenfalls bislang noch eminente Bedenken.
 
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Whitechariot

Originally posted by Flying Circus 19@24.08.2004, 20:01
Boa ey,

140 m hoch, das is ja krass.

Das Europarad von Kipp is ja schon hoch, aber das is ja der HAMMER!!!

Gruß Flying Circus

Das Europarad ist etwa 55 m hoch... in der Größenordnung gibt es auch andere Räder, das Bellevue Rad ist beispielsweise genauso hoch.
 
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Whitechariot

Originally posted by Kirmes-FREAK@24.08.2004, 22:35
Keine Frage zum jetzigen Zeitpunkt Steiger Riesenrad

Nicht transportable Räder gibt's größere... und hier geht's ja eigentlich um ein stationäres Rad.
 
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Whitechariot

(irgendwie ist die Edit-Funktion weg?!)

Das London Eye ist derzeitig mit 135 m das höchste Aussichtsrad der Welt.


Editiert *g*: vorhin stand bei mir unten nur Melden + Zitieren
 
S

Sputnik

Originally posted by Whitechariot@24.08.2004, 22:30

Das Europarad ist etwa 55 m hoch... in der Größenordnung gibt es auch andere Räder, das Bellevue Rad ist beispielsweise genauso hoch.

@ whitechariot

Das Europarad von Kipp ist das höchste,reisende Rad mit DREHBAREN OFFENEN Gondeln u. ist 55 mtr. hoch.

Das Bellevue von Bruch hat 56 mtr. u. GESCHLOSSENE Gondeln,weil der Tüv ab einer Höhe über 55 mtr. GESCHLOSSENE Gondeln vorschreibt.

Auch wenn's mal wieder um nen Meter geht,Vorschrift ist Vorschrift. :(
 
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Smart580

Originally posted by mpegster+25.08.2004, 09:16-->ZITAT(mpegster @ 25.08.2004, 09:16)
Originally posted by Sputnik2@25.08.2004, 01:42
 
C

chris

Das Riesenrad soll 175 meter hoch werden
Diese Information habe ich bei Google gefunden unter der Seite Energieportal24 ,da stand auch drin das es mit Solarenergie angetrieben werden soll
Nue diese Seite ist jetzt schon ein paar monate alt :(
 
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Whitechariot

Um noch ein großes Riesenrad ins Spiel zu bringen: das auch bereits eindrucksvolle Wiener Riesenrad ist knapp 65 m hoch und wiegt läppische 430 Tonnen.
 
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chris

Europas höchstes Riesenrad Heisst Wonder Wheel und steht in Fort Fun
die Höhe ist 598 meter,deswegen so hoch weil es auf einem Berg steht :smoke:
 
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Shakergirl

Originally posted by chris@25.08.2004, 19:26
Das Riesenrad soll 175 meter hoch werden


Ja, ach nee... hatte ich doch schon geschrieben! :bye:
Oder bestanden da jetzt irgendwelche Zweifel?
 
B

Berg-und-Talbahn

Gut, dass ich das Thema gefunden habe, weil ich wusste, dass es das schon gab. Jetzt ist die 180er-Meter-Marke geplant, hier ein Zeitungsbericht dazu...

ZITAT
Schausteller verspricht Riesenrad am Container-Bahnhof

Fachmann aus Bad Oeynhausen will dem Projekt am Gleisdreieck Konkurrenz machen - 180-Meter-Rad geplant
von Jens Anker

Das geplante Riesenrad des Berliner Projektmanagers Dirk Nishen bekommt Konkurrenz. Der Besitzer und Betreiber des weltweit größten transportierbaren Riesenrades, Adolf Steiger, will das geplante 180-Meter-Rad selbst für Berlin bauen und betreiben. Das Riesenrad soll nach den Plänen Steigers auf dem ehemaligen Container-Bahnhof in der Heidestraße nördlich des Lehrter Bahnhofs stehen. Steiger teilt die Bedenken gegen den Standort in Kreuzberg, auf dem Projektmanager Nishen sein Rad plant.


Die Finanzierungsfrage ist nach Angaben Steigers fast gelöst. "Es sieht zu 95 Prozent so aus, daß wir die Finanzierung hinkriegen", sagte der Chef des Familienunternehmens. Innerhalb der nächsten Woche erwartet Steiger die Zusage eines großen Konzerns. Danach steht ein Termin mit Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) an. Er hat der Stadtentwicklungssenatorin bereits sein Interesse schriftlich erklärt. In einem Gespräch will er der Senatorin sein Vorhaben im Detail vorstellen. "Wenn wir die Sache mit aller Gewalt angehen, könnte das Rad zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Betrieb gehen."


Adolf Steiger ist Begründer eines Schaustellerunternehmens, das sich seit 60 Jahren ausschließlich auf den Bau und den Betrieb von Riesenrädern konzentriert. Sollte er die Zusage für das Projekt erhalten, plant er das Rad mit seinem Familienunternehmen auch zu betreiben. Steiger baute 1945 sein erstes Riesenrad. Danach folgten weitere. Das bislang größte transportierbare Riesenrad ging 1980 in Betrieb. "Erstaunlicherweise ist unsere Strategie aufgegangen, es möglichst so zu bauen, daß uns niemand übertreffen kann", sagt Steiger. Bis heute ist das sogenannte Steiger-Riesenrad weltweit das größte seiner Art. Bis zum Wochenende stand es auf dem Bremer Freimarkt als Attraktion.


Steiger war zunächst von Dirk Nishen gefragt worden, an seinem Riesenrad-Projekt in Kreuzberg mitzumachen. Nachdem er allerdings die geplante Finanzierung gesehen habe, habe er abgelehnt, sagte Steiger gestern. "Wenn ich 1960 mein Riesenrad so finanziert hätte, wäre ich ein Jahr später pleite gewesen", sagt der umtriebige Schausteller aus dem ostwestfälischen Bad Oeynhausen. Steiger plant, einen Kredit in Höhe von 60 Millionen Euro zur Finanzierung des Rades aufzunehmen. Im Fall einer Zusage, würde das Familienunternehmen sich künftig auf den Betrieb des Berliner Riesenrades konzentrieren.


Der Standort am Lehrter Bahnhof sei aus einer Machbarkeitsstudie als bester Standort hervor gegangen. Der Container-Bahnhof steht seit drei Jahren still und befindet sich im Besitz der Deutschen Bahn. Nach Ansicht Steigers steht das Projekt am Gleisdreieck in unmittelbarer Nähe zum Technikmuseum unter keinem guten Stern. Wenn das Museum gegen eine Zusammenarbeit sei und sich bereits eine Bürgerinitiative formiert habe, sei dauerhafter Ärger programmiert. Eine Chance bestehe hingegen nur, wenn die Nachbarn nichts gegen das Riesenrad hätten, ist sich Steiger aus seiner Berufserfahrung sicher.


Außerdem gebe es am Gleisdreieck Probleme mit der Verkehrsführung. Alle diese Nachteile bestünden nach Auffassung Steigers an der Heidestraße nicht.


Dirk Nishen, der die Infobox am Potsdamer Platz betrieb, plant mit anderen Investoren das "World Wheel Berlin" am Gleisdreieck. Bezirkspolitiker und Anwohner befürchten eine hohe Verkehrsbelastung und ein "Rummel", der dem benachbarten Technikmuseum sowie dem geplanten Park am Gleisdreieck schaden könnte.


Artikel erschienen am Do, 4. November 2004[/b]


Quelle: www.welt.de
 
B

Berg-und-Talbahn

Neue News zum Riesenrad-Projekt....

ZITAT
Viel Kompetenz, aber schlechte Referenzen
Wegen Untreue vorbestrafter Geschäftsführer erwägt Rücktritt vom Riesenrad-Projekt
Thomas Rogalla
Dem geplanten Riesenrad-Projekt "World Wheel Berlin" am Tempelhofer Ufer droht eine wichtige Stütze wegzubrechen. Einer der Köpfe der Unternehmung und Geschäftsführer der "World Wheel Berlin Holding GmbH", Eberhard Leopold, hat seinen Rückzug aus dem Projekt in Aussicht gestellt. Grund ist das Bekanntwerden der kriminellen Vergangenheit Leopolds. Er wurde im Dezember 1999 vom Landgericht Hamburg wegen Untreue zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht kam zu der Auffassung, dass der damalige Beamte gegen seine Dienstpflichten verstoßen und den Hamburger Schaustellerverein um rund 270 000 Mark geprellt hat. Die Folgen dieser Verurteilung dauern bis heute an. Der Verurteilte und der Hamburger Schaustellerverein streiten in Zivilprozessen um die Rückzahlung der Summe.
Mit Leopold würde das Riesenrad-Management erheblich an Fachkompetenz verlieren. Zwar wird das umstrittene Vorhaben, auf dem Gelände des Deutschen Technikmuseums ein 174 Meter hohes Riesenrad zu errichten, öffentlich von dem Berliner Verleger, Ausstellungsmacher und Investorenberater Dirk Nishen vertreten. Dieser trat bislang jedoch nicht mit Kenntnissen im Schausteller-Geschäft in Erscheinung. Über Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt Eberhard Leopold in reichem Maße. Der heute in Süddeutschland wohnende Geschäftsmann war über viele Jahre als Leitender Beamter im Referat "Volksfeste, Sonderveranstaltungen, Märkte" der Hamburger Wirtschaftsverwaltung tätig und organisierte unter anderem das überregional bekannte Volksfest "Hamburger Dom" auf dem Heiligengeistfeld. "In diesen Jahren habe ich national und international alles kennen gelernt, was sich im Schaustellergewerbe tut. Diese Erfahrung stelle ich dem World Wheel Berlin zur Verfügung ", berichtete Leopold im Gespräch mit der Berliner Zeitung.
Beamter mit Nebenjob
Seit etwa zwei Jahren kniet sich Leopold in das Berliner Riesenrad-Projekt, entwickelte nach eigenen Angaben das technische Konzept mit einem holländischen Hersteller, verhandelte mit Berliner Stellen, warb Fonds-Anleger für das Vorhaben an und überzeugte die Delbrück Bethmann Maffei-Bank in Frankfurt, die Finanzierung und Kredite zu managen.
Inzwischen wachsen in Berlin Zweifel an Eignung und Zuverlässigkeit des Geschäftsführers für das 60,5-Millionen-Euro-Projekt. Leopolds Fall gilt in Hamburg als eines der größten Korruptionsverfahren der Stadt. Die Staatsanwaltschaft ermittelte 1997, dass Leopold neben seinem öffentlichen Amt, in dem er Schausteller zu betreuen und Standplätze zu vergeben hatte, gleichzeitig einer nicht genehmigten Nebentätigkeit für die Schausteller nachging. Für 850 Mark Entgelt im Monat managte er einen Förderverein, der Werbung für die Kirmesleute treiben sollte. Diese bestand, wie der Geschäftsmann der Berliner Zeitung berichtete, unter anderem darin "dass wir Journalisten für eine positive Berichterstattung über das Domfest bezahlt haben. Die luden wir zum Essen ein, und dann bekamen die einen Umschlag."
Das alles habe er nicht für sich, sondern für das Schaustellergewerbe und die Stadt Hamburg getan, sagt der Ex-Beamte heute. Das Gericht sah das anders. Aus dem Werbefonds der Schausteller verschwanden durch dubiose Geschäfte und von Leopold ohne Vollmacht angewiesene Rechnungen rund 270 000 Mark, die nach Feststellung des Gerichts teilweise bei Leopold oder in dessen persönlichem Umfeld landeten. Der Jahrmarktexperte legte ein umfassendes Geständnis ab. Das Gericht verurteilte ihn wegen Untreue in 93 Fällen und Urkundenfälschung in 18 Fällen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Auch weitere in die Sache verwickelte Personen aus Leopolds Umfeld wurden verurteilt. Er verlor seinen Job und seinen Beamtenstatus.
Erst Geständnis, dann Widerruf
Da der Verurteilte sein Geständnis 2001 mit der Begründung widerrief, es sei unter Druck zustandegekommen, zieht sich das Zivilverfahren weiter hin. Als Grund für sein Geständnis gibt Leopold heute an: "Ich war damals acht Wochen in einem Gefängniskeller in U-Haft, das wollte ich auf keinen Fall wieder erleben." Einen Hoffnungsschimmer sieht er in einem Revisionsurteil des Bundesgerichtshofs vom März dieses Jahres. Der BGH entschied darin, dass sein Geständnis zwar "ein wichtiges Indiz für die Wahrheit der zugestandenen Tatsachen" darstelle. Das Oberlandesgericht Hamburg habe jedoch den Widerruf des Geständnisses und dessen Gründe unzureichend geprüft und müsse dies nachholen.
Der Vizepräsident des Hamburger Schaustellerverbandes, Bernd Simon, zeigte sich von der Schuld Leopolds ungeachtet des Rechtsstreits überzeugt. Leopold selbst sagte, die Gesellschafter der World Wheel Holding seien über seine Vorgeschichte informiert. Dirk Nishen betonte am Sonntag, die Vergangenheit Leopolds sei "nicht etwas, was unsere gute fachliche Kooperation heute behindert." Nishen betonte, dass das Finanzierungskonzept des Riesenrades von Bank und Senat ausführlich geprüft und für gut befunden worden sei. Leopold, der nach eigenen Angaben kein Geld in dem Unternehmen hat, will gleichwohl sein Amt aufgeben, wenn die weitere Diskussion dem Unternehmen zu schaden droht.[/b]


Quelle: www.berlinonline.de


Und ich bin mal gespannt, wie es mit der Planung des 180 m-Rades von Steiger aussieht. Vielleicht klappt das ja. :sun:
 
B

Berg-und-Talbahn

Und es geht weiter ....



ZITAT
Rätselraten um zwei Riesenräder
Vorbild in London spielte laut BBC 2003 einen Verlust von 16 Millionen Euro ein

Von Wolfgang Rex

Der Senat wird am heutigen Dienstag nicht über Sinn und Standort eines Riesenrads in der Hauptstadt diskutieren. Das teilte der stellvertretende Senatssprecher Günter Kolodziej mit. Das Thema werde um eine Woche verschoben. Es habe in den vergangenen Tagen doch einige Irritationen gegeben. Die inzwischen zwei Projekte für ein Riesenrad sollen sorgfältig geprüft werden.
Zu dem seit Monaten diskutierten Riesenradprojekt der World Wheel GmbH hat sich ein zweiter Interessent gesellt. Der Schausteller Adolf Steiger will ebenfalls ein übergroßes Riesenrad nach Londoner Vorbild in Berlin bauen. Steiger kann man zu den Fachleuten im Bereich der Riesenräder zählen. Sein erstes hat der Mann aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen) bereits 1945 gebaut. Aktuell betreibt er ein 61 Meter hohes transportables Rad.
Wenn Steiger den Zuschlag erhält, könnte zumindest ein Problem zu den Akten gelegt werden. Er will nicht wie der Konkurrent World Wheel GmbH am Gleisdreieck in der Nähe des Potsdamer Platzes bauen. Diesen Standort lehnte bereits eine Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg ab. Auch das an diesem Platz angesiedelte Technische Museum wehrt sich gegen ein Tourismusobjekt, das die Sammlungen in den Schatten drängen könnte.
Adolf Steiger will sein Objekt auf dem ehemaligen Containerbahnhof in Tiergarten bauen. Der liegt näher zu den Regierungsneubauten und zum Reichstag. Dagegen sind vom Bahnhof aus das Ostberliner Zentrum und der Potsdamer Platz weiter entfernt als beim Standort Gleisdreieck. Für letztere Orte ist der Fernsehturm der beste Aussichtspunkt. Finanzieren will der 76-jährige Schausteller das Unternehmen mit Krediten und dem Verkauf seines transportablen Riesenrads. Einen Geldgeber hat er nach eigenen Angaben gefunden.
Michael Bauer von der Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck ist nicht grundsätzlich gegen ein Riesenrad in Berlin. Gegen den Standort Gleisdreieck führt seine Bürgerinitiative mehrere Gründe an. So wird beklagt, dass das Rad zu nahe an Wohnhäusern stehen würde. Außerdem drohe der Verlust des von Ben Wargin gestalteten Anhalter Gartens. Bauer teilt auch die Sorgen des Technischen Museums.
Das Londoner Vorbild war eigentlich für die Feier zur Jahrtausendwende gedacht, konnte aber erst im März 2000 in Dauerbetrieb gehen. Für eine einstündige Rundfahrt auf dem 135 Meter hohen Rad zahlt man umgerechnet 18 Euro. Die BBC meldete, dass das Unternehmen im Jahr 2003 rund 16 Millionen Euro Verlust einfuhr.

(ND 30.11.04)[/b]


Quelle: www.nd-online.de




Und noch ein Artikel:

ZITAT
BAD OEYNHAUSEN: Das ganz große Rad drehen

Adolf Steiger plant in Berlin den Bau des größten Riesenrads der Welt

VON MATTHIAS BUNGEROTH UND STEFAN SCHELP




Bad Oeynhausen/Berlin. Das mit 180 Metern größte Riesenrad der Welt soll es werden und bis zu drei Millionen Fahrgästen im Jahr einen gigantischen Blick über die Bundeshauptstadt Berlin ermöglichen. Wenn alles gut geht, werden es der Bad Oeynhausener Schausteller Adolf Steiger (76) und sein Enkel Theo Rosenzweig (33) sein, die diesen einmaligen Akzent im Stadtbild an der Spree setzen werden.
"Es hat ein Gespräch gegeben hier im Haus", bestätigt eine Sprecherin der Berliner Senatorin für Stadtentwicklung, dass Steiger seine Ideen bereits intern vorgestellt hat. Doch in öffentlichen Stellungnahmen gibt sich Steiger bislang eher bedeckt.

"Die Familie Steiger ist dafür bekannt, dass sie nicht mit ungelegten Eiern an die Öffentlichkeit geht." Nach zweijähriger Diskussion um das Mammut-Projekt, das ursprünglich bis zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 fertiggestellt sein sollte, ist klar: "Das Problem ist einfach der Standort" , wie es die Sprecherin der Senatorin für Stadtentwicklung formuliert.



Lange Zeit als erste Adresse galt der Standort am Gleisdreieck im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Doch dort liegt bereits das Deutsche Technikmuseum, das pro Jahr 500.000 Besucher zählt und sich mit Erweiterungsplänen trägt. Die wurden jüngst sehr konkret, seitdem ein britischer Mäzen eine 5,5-Millionen-Spende hierfür in Aussicht gestellt hat. Bedingung: Das Riesenrad soll dem Museum nicht vor die Nase gesetzt werden. Auch eine Bürgerinitiative kämpft in der Hauptstadt gegen das Riesenrad am Standort Gleisdreieck.

Nun schlägt Steiger das Gelände eines ehemaligen Containerbahnhofs in Tiergarten vor, das im Besitz der Bahn ist. Doch auch hier gibt es ein Problem: Die unmittelbare Nähe zum Regierungsviertel wirft bislang ungeklärte Sicherheitsfragen auf.

Unabhängig von der Standortfrage sind die Pläne für das Riesenrad fertig. 28 Gäste sollen in jeder gläsernen Gondel Platz haben. "Natürlich voll klimatisiert", sagt Steiger und schmunzelt: "Falls auch der Senat mal eine Runde drehen will."

Aus der Fertigstellung des Riesenrades bis zur Fußball-WM 2006 wird angesichts der noch nicht geklärten Rahmenbedingungen wohl noch nichts werden, fürchtet Steiger.

Sein Enkel hat dagegen die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben: "Wenn uns die Stadt bis Februar grünes Licht gibt, könnten wir es schaffen." Gebaut werden soll das Riesenrad von einem Spezialisten in den Niederlanden. "Das sind die besten", versichert Rosenzweig. "Die haben das Riesenrad in London gebaut. Die konstruieren Bohrinseln und haben das Wrack der Kursk gehoben." Kurz: "Die könnens." Fantastische Möglichkeiten biete die Firma. "Beim Besuch kam ich mir vor wie im James-Bond-Film", schwärmt Rosenzweig.

So gigantisch wie die Ausmaße sind auch die Kosten für das Riesenrad. 50 bis 60 Millionen Euro verschlingt das Rad, schätzt Steiger. "Klar rutscht einem dabei das Herz in die Hose", gesteht Steiger. Und je zögerlicher die Genehmigung läuft, desto teurer wird alles, weil der Stahlpreis immer noch weiter steigt, fürchtet Rosenzweig.

Damals, als Adolf Steiger mit 13 Jahren seinen ersten Holzwagen baute, spielten solche Summen natürlich keine Rolle. Selbst das noch immer größte transportable Riesenrad der Welt, das Steiger 1980 anfertigte, hat "nur" 4,5 Millionen Mark gekostet. "Es gibt niemanden sonst auf der Welt, der sich mit Riesenrädern so gut auskennt wie mein Großvater", wirbt Theo Rosenzweig. Steiger verpackt die Nachricht etwas anders: "Mit jedem Riesenrad sind wir etwas schlauer geworden."

Vom Land Berlin hat der Bad Oeynhausener keine finanzielle Unterstützung zu erwarten. "Es wird keine Landesmittel geben", sagt die Sprecherin der Senatorin für Stadtentwicklung. Sie rechnet damit, dass bezüglich der Standortfrage "in den nächsten Wochen" eine Entscheidung fällt. In der kommenden Woche wolle der Berliner Senat das Thema erneut auf die Tagesordnung nehmen.


2.000 Tonnen Stahl in Bewegung

4.000 Tonnen schwer soll das gigantische Riesenrad in Berlin werden. 2.000 Tonnen davon sind in Bewegung. Die gläsernen Gondeln sollen einen Durchmesser von sechs Metern haben und 28 Personen Platz bieten. Selbstverständlich ist jede der Gondeln beheizbar und voll klimatisiert. Die Fahrt über die Dächer von Berlin dauert rund 35 Minuten. Pro Tag können rund 30.000 Personen eine Runde mit dem Riesenrad drehen. Voraussichtlich mindestens 50 Millionen Euro wird das Riesenrad kosten. Ein Investor, der die Summe aufbringen soll, steht längst bereit.[/b]


Quelle: www.nw-news.de
 
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