Kirmes-Nostalgiker kommen bei Pützchens Markt auf ihre Kosten

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Kirmes-Nostalgiker kommen bei Pützchens Markt auf ihre Kosten

Aufbauarbeiten für 641. Traditionsjahrmarkt sind in vollem Gange: Bayern-Zelt, Riesenrad und Wildwasserbahn stehen schon - Neuer Übersichtsplan liegt in Bussen und Rathäusern aus


Stark: Muskelkraft ist gefragt beim Aufbau für Pützchens Markt. Die Männer schleppen ein Bauteil für die Salzburger Schmankerl-Hütte heran. Pützchen. Es riecht verbrannt in Hölzgens Bayern-Zelt. Doch kein Grund zur Sorge - der brenzlige Geruch kommt von den Säge- und Bohrarbeiten, die für den Aufbau der 2 500 Quadratmeter großen Festhalle nötig sind.

Schwindelfrei: Auf dem Riesenrad geht es nun an den Feinschliff in luftigen Höhen.
Draußen werden die Holzgeländer gestrichen, drinnen stapelt sich die Heuballendeko, und unter dem Zelthimmel hängen Mitarbeiter die riesigen Kronleuchter auf. Es geht voran auf den Pützchener Marktwiesen. In neun Tagen, am 12. September, wird die umsatzstärkste Fünf-Tages-Kirmes Deutschlands eröffnet: Pützchens Maat is anjesaat.

"Es ist noch viel zu tun, aber wir sind sicher, dass alles rechtzeitig fertig wird", sagt Marktleiter Günter Dick am Dienstag beim Rundgang über das Gelände. Gemeinsam mit Ordnungsamtsleiterin Evi Zwiebler informiert er Bezirksbürgermeister Wolfgang Hürter über den Stand der Aufbauarbeiten. Uwe Hölzgen ist mit seinem Bayern-Festzelt einer der ersten auf dem Marktgelände. "Wir sind stolz, dass wir hier bei uns so ein Zelt haben", sagt Dick.


Auch andere Schausteller-Kollegen waren schon fleißig: Das Gerippe des Riesenrads der Familie Kipp steht schon. Auch auf der Wildwasserbahn gehen die gröbsten Arbeiten dem Ende entgegen. Beides Fahrgeschäfte der Superlative, was die Größe angeht. Neben den Kirmes-Klassikern wird es auf dem 641. Pützchens Markt auch Neuheiten geben: "Zu uns kommt erstmals das Münchner Lach-Freu-Haus", berichtet Dick. Schon die Fassade des Spaßgartens sei wunderschön und ein Hingucker.

Nostalgisch wird es mit den Überschlagschaukeln, die dieses Jahr wieder nach Pützchen kommen. Besucher können endlich wieder in die Metallkäfige steigen und in schwungvollen Erinnerungen schwelgen. "Wir haben gemerkt, dass die Leute diese nostalgischen Fahrgeschäfte gerne mögen", so Dick. Insgesamt sind es 550 Beschicker für Pützchens Markt, Pluutenmarkt und die Stände der Seitenstraße mit eingerechnet.

"Darunter sind 22 Fahrgeschäfte, fünf davon über Kopf, sowie Laufgeschäfte und Abenteuerhäuser", so Dick. Auch für die Kinder werde einiges geboten: Auf 14 Karussells können sich die Kleinen vergnügen. Bislang laufen alle Vorbereitungen im Zeitplan, richtig rund gehe es aber erst ab dem kommenden Montag. "Viele Aussteller sind am Wochenende noch auf Veranstaltungen", sagt Dick. Ab Mittwoch gehe der Aufbau dann in die heiße Phase.

Schon jetzt können Besucher den neu gestalteten Infoplan, den die Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn herausgebracht hat, studieren. "Das Marktgelände ist noch übersichtlicher dargestellt, und auf der Rückseite stehen Infos zu Anfahrt, Parken und Bustransfers", sagt Zwiebler. Der Faltplan liegt in den Bonner Rathäusern, Bussen und städtischen Einrichtungen aus.

Auch die große Wiese an der Siegburger Straße, die jedes Jahr als Parkfläche genutzt wird, ist jetzt wieder frei. Bis Dienstag lagerten dort Sinti und Roma, weil ihr eigentlicher Platz an der Beueler Straße von einem Zirkus blockiert wird (der GA berichtete). "Alle Wagen waren am Mittag schon an die Fahrzeuge gehängt, es herrschte Aufbruchstimmung", sagt Manfred Krahe, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Beuel.

Bezirksbürgermeister Hürter weiß schon, was er auf Pützchens Markt machen wird: "Ich werde die Wildwasserbahn ausprobieren, die kenne ich noch nicht", sagt er. Am meisten freue er sich aber auf eine Fahrt im Riesenrad nach Einbruch der Dunkelheit: "Dann ist alles hell erleuchtet, das ist jedes Mal ein herrliches Bild."

(03.09.2008)


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Text: Isabell Klotz vom Generalanzeiger Bonn
 
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