Mit 18 Schwertransporten zur Gerner Dult

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Merkur

Schausteller Ludwig Rieger und sein Team bauen seit Dienstag vier Fahrgeschäfte vor der Rottgauhalle auf


Seit 14 Jahren kommt Schausteller Ludwig Rieger mit seinen Fahrgeschäften auf die Gerner Dult. Auch heuer ist seine Firma wieder mit vier Attraktionen vertreten. Die Aufbauarbeiten sind seit Dienstag in vollem Gange. Rund 20 Mitarbeiter arbeiten daran, dass bis zum Startschuss der Dult am 16. April alles fertig ist.


Mit einem großen Kran wurde gestern das Herzstück der Achterbahn »Crazy Mouse« auf das Grundgerüst gehoben. Der Bahnhof mit den Fahrgondeln wiegt 15 Tonnen, ist 13 Meter lang, 2,5 Meter breit und drei Meter hoch. »Das entspricht einer ganzen Lkw-Ladefläche«, weiß Ludwig Rieger. Insgesamt seien 18 Schwertransporter nötig gewesen, um alle Teile seiner Fahrgeschäfte nach Eggenfelden zu transportieren, so der Oberösterreicher.


Mit einem Schmunzeln erzählt er, dass er bereits seit 39 Jahren seinem Beruf nachgeht: »Ich bin in eine Schaustellerfamilie hineingeboren. Mein Großvater hat den Betrieb vor 75 Jahren gegründet. Ich leite die Geschäfte seit 1998. « Die Ger- ner Dult ist nicht sein erstes Volksfest in diesem Jahr, die

Saison beginnt nämlich Anfang März: »Vorher waren wir bereits bei Braunau, Wels und Salzburg auf Volksfesten unterwegs. Gern ist aber immer etwas Besonderes. Die Zusammenarbeit mit der Gutsverwaltung um den Grafen von Lösch klappt erstklassig und die Stimmung hier ist auch der Wahnsinn. «
Die Dultbesucher stünden voll hinter dem Fest, zeigten gern ihre feschen Trachten her und würden die Maß Bier und das Hendl in der Festhalle so richtig genießen, findet der 39-Jährige. »Wir waren


auch öfters auf Volksfesten im Norden, zum Beispiel in Hamburg. Dort gibt es aber nicht diese schöne bayrische Bierzeltromantik. Da steht man eher an Ausschankständen herum und trinkt ein Pils. In diesem Jahr sind wir aber nicht im Norden vertreten«, erzählt der Schausteller. Das liege auch an den hohen Transportkosten. Mittlerweile müsse man mit zwei Euro pro gefahrenem Kilometer für einen Lkw rechnen. Und Platzmiete, Strom, Anschlussgebühr, Werbung und Personal würden auch nicht billiger.



Ansonsten habe die Wirtschaftskrise die Schaustellerbranche allerdings wenig getroffen, sagt Rieger. »Das Volksfest findet nur einmal im Jahr statt. Da sind die Besucher auch bereit, ein paar Euro auszugeben, um es sich gut gehen zu lassen. « Seine Firma achte ohnehin darauf, die Fahrpreise konstant zu halten, und reiche nicht alle Mehrkosten an den Kunden weiter. »Der Eintritt für das Karussell liegt seit acht Jahren auf dem gleichen Preisniveau«, berichtet der Schausteller.
Nach den elf Tagen auf der Gerner Dult geht es für das Team von Rieger sofort weiter nach Linz auf den Urfahranermarkt. Für lange Verschnaufpausen bleibt da keine Zeit: »Der Ger- ner endet Montagnacht und am Samstag darauf startet bereits das Volksfest in Linz. Da müssen wir flott sein«, erzählt der Welser.



Missen möchte er das stressige Schaustellerleben allerdings nicht. Wenn die Saison Ende November ausklingt, entspannt er ein paar Tage zu Hause in Wels. In der Winterpause werden Wartungsarbeiten und Reparaturen an den Fahrgeschäften erledigt. Wenn sich dann die ersten


wärmeren Sonnenstrahlen blicken lassen, beginnt wieder das Kribbeln: »Dann will man sofort raus und unterwegs sein. Ich schlafe im Jahr nur ungefähr zwischen 30 und 80 Tage in meinem eigenen Bett. Das ist mir aber egal. Einen normalen Bürojob könnte ich mir gar nicht vorstellen«, verrät Ludwig Rieger. Selbst die harte körperliche Arbeit stört ihn nicht, nur selbst fährt er nicht mehr oft mit seinen wilderen Attraktionen. »Dafür fühle ich mich langsam etwas zu alt«, lacht der 39-Jährige.


quelle:Bild Online.de
 
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ClaravonDitfurth

Die Familie Rieger hat ja auch tolle Fahrgeschäfte. X-Treme, Chaos, Crazy-Mouse und ich glaube einen Break-Dancer. Ich war ja schon mehrmals in Villach beim Kirchtag. Da standen X-Treme und Chaos nebeneinander. Das sah toll aus. Gegenüber war ein Flipper-Karussell. An anderer Stelle auch noch eine Frisbee-Schaukel.

Irgendwie ist es ja merkwürdig wenn Frisbee und Chaos auf einer Kirmes sind. Dann kann man den Unterschied ausprobieren.

Am besten fand ich wo der Chaos beim Wäldchestag in Frankfurt war. Mitten im Wald.
 
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