Presse Movie Park schuldet Stadt Bottrop Millionenbetrag

Walter

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Hab leider kein WAZ+

Aber ich hoffe es wird sich eine Lösung finden...






Wegen der Corona-Krise hat der Movie Park Zahlungsprobleme. Erneut bat das Unternehmen die Stadt Bottrop um Aufschub. So hoch ist die Summe.


Die Corona-Krise trifft den Movie-Park in Kirchhellen weiterhin hart. Auch nach der Wiedereröffnung des Freizeitparks Ende Mai kämpft das Unternehmen noch immer mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. So konnte der Movie Park seine noch aus dem Jahr 2018 ausstehenden Gewerbesteuern nicht rechtzeitig an die Stadt zahlen. Allein die Nachforderungszinsen, die die Verwaltung deshalb bisher verlangte, belaufen sich auf mehr als 23.000 Euro. Insgesamt geht es um einen Betrag in Höhe von mehr als 1,56 Millionen Euro. Fällig war der Gesamtbetrag eigentlich schon Mitte August.

Movie-Park-Geschäftsführer Torsten Backhaus bat die Stadt deshalb nicht nur um Stundung der längst fälligen Gewerbesteuern, sondern auch um eine Zinsbefreiung. Begleichen will er die Gesamtsumme in Raten bis Ende des Jahres, zuvor war auch ein Zahlungsaufschub bis Ende April nächsten Jahres das Ziel. Der Finanzausschuss des neuen Stadtrates wird sich voraussichtlich am kommenden Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit dem Antrag des Movie Parks befassen. Die Ratsmitglieder haben wegen der Finanznot des Unternehmens aber kaum eine andere Wahl, als dem Zahlungsaufschub stattzugeben , lässt die Verwaltung in ihrem Bericht wissen.

Wegen der Corona-Krise hat der Movie Park weniger Besucher​

Damit reichen die Zahlungsaufschübe, die die Geschäftsführer des Freizeitparks bis jetzt bei der Stadt beantragt haben, insgesamt an die Summe von 1,9 Millionen Euro heran. Denn zusätzlich zu dem jetzt erbetenen Zahlungsaufschub bei den säumigen Gewerbesteuern in Höhe von 1,56 Millionen Euro, hat die Stadt dem Freizeitunternehmen ja auch bereits Grundbesitzabgaben in Höhe von rund 315.000 Euro bis zum Ende des Jahres gestundet.
Geschäftsführer Thorsten Backhaus und Prokurist Tim Stark sprechen die Probleme der Freizeitfirma in einem Schreiben an die Stadt offen an. „Aufgrund der Coronakrise hat der Movie Park Germany erhebliche Liquiditätseinbußen zu verkraften“, heißt es darin. Ihr Zahlungsplan sah zunächst vor, die Steuerschulden in drei fast gleich hohen Raten abzutragen. Die letzte Rate sollte danach Ende April 2021 geleistet werden. „Ein noch nicht zugesagter KfW-Unternehmerkredit, die um 2 Monate spätere Saisoneröffnung und niedrigere Besucherzahlen, einhergehend mit signifikanten Umsatzeinbußen, wirken sich deutlich auf die finanziellen Mittel aus“, berichten sie.


Freizeitunternehmen will Gewerbesteuern in Raten zahlen​


Eine Prüfung durch die Stadt bestätigte das. Die Verwaltung erinnert in dem von OB Tischler gezeichneten Bericht an den Finanzausschuss daran, dass die regulär eigentlich nach der Winterpause für März vorgesehene Saisoneröffnung des Movie Parks wegen der Corona-Krise untersagt war. „Aufgrund der strengen Auflagen ist davon auszugehen, dass auch weiterhin deutlich weniger Einnahmen generiert werden als in den Vorjahren“, heißt es in dem Bericht. Die Voraussetzungen für eine Stundung der säumigen Zahlungen liegen damit vor, so die Verwaltung.
Die erste Rate der fälligen Gewerbesteuern in Höhe von rund 521.233,95 Euro hat das Unternehmen mittlerweile gezahlt. Auch die Nachforderungszinsen von 23.436 Euro habe der Movie Park beglichen, teilte die Verwaltung dem Finanzausschuss mit. Noch steht damit aber eine Zahlung an die Stadt von 1.036.881,45 Euro säumiger Gewerbesteuern aus. Das Unternehmen hat seinen Ratenplan inzwischen allerdings geändert. Danach soll die letzte Rate nicht mehr erst Ende April 2021 eintreffen, sondern die fehlende Million Euro in einem Betrag bis zum Ende des Jahres gezahlt werden.

Unter spanischem Konzerndach​

>> Der Movie-Park in Kirchhellen gehört zur Unternehmensgruppe Parques Reunidos. Bei dem börsennotierten Unternehmen mit Sitz in Madrid handelt es sich um einen der größten Betreiber von Freizeitparks in Europa. Unter dem Firmendach der Spanier öffnen weltweit 60 Parks. Der Movie-Park in Kirchhellen ist insgesamt 45 Hektar groß. Für den Freizeitpark arbeiten etwa 90 festangestellte Mitarbeiter und mehr als 380 Saisonkräfte.
 

Rooster94

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Dann wird man sicherlich 2021 an der Preisschraube drehen... :o-o::sneaky::rolleyes:
 
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Die konzerngeführten Parks sind echt am Arsch momentan... Gespannt wie sich das weiterentwickelt... Ist auf jeden Fall keine gute Presse für den MP, der seit Jahren eigentlich echt auf nem guten Weg ist... Die Neuheit abzusagen für nächstes Jahr ist zu spät, erste Schienen sind schon angekommen und montiert... Hoffentlich kommt die Stadt dem Park entgegen, aber das stellt Parques Reunidos definitiv in schlechtes Licht... Genauso wie Merlin momentan mit dem Personalabbau im Heide Park...
 

ghosttrain

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Man muss halt mal überlegen, ob die Konzerntaktik, wie sie MoviePark und Heidepark machen, richtig ist. Ständig Rabatt und 2:1... Ja das Geld fehlt dir irgendwann bei Rücklagen - achja die führen ja alles ab... läuft der Geldfluss dann auch andersrum?
Vielleicht sollte man 2021 mal nur Werbung machen und normale Preise verlangen ohne diese Rabatte... der MoviePark hat immerhin auch ein neues Zugpferd am Start... in Soltau wird es mit der Nullnummer bei den Neuheiten schwierig, die Gäste in riesigen Maßen zu mobilisieren -
 

ghosttrain

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Vielleicht sollte man 2021 mal nur Werbung machen und normale Preise verlangen ohne diese Rabatte... der MoviePark hat immerhin auch ein neues Zugpferd am Start... in Soltau wird es mit der Nullnummer bei den Neuheiten schwierig, die Gäste in riesigen Maßen zu mobilisieren -
Sehe ich auch so.Allerdings reicht ein Zugpferd alleine nicht aus,um den Gästen/Kunden zu erklären,wieso die Preise von einem Jahr aufs andere aufs Doppelte angestiegen sind. Man muss auch guten Willen zeigen und bei solchen Preisen vernnftige Kapzitäten fahren. An Taron steht man auch mal gerne im Sommer 2 Stunden an.Das liegt aber nicht daran,daß die Hälfte der verfügbaren Züge auf dem Abstellgleis stehen .Oder anderes Beispiel: Was nützt ne zum x-ten Male überarbeiteter Bootsdarkriide,an dem gefühlt alle 15 Minuten 20 Männekes abfahren?
Ich weiss: Das ist sehr theoretisch. Gerade in diesen Zeiten,wo man den Park eh nicht ausbuchen kann und man auch noch andere Kosten hat und gar nicht weiss,wie es überhaupt weitergeht,wird man sicher nicht auf gut Glück überall neue Vehikel einkaufen,neue Mechaniker und andere Mitarbeiter einstellen. wäre aber mal ein Denkanstaoß,auf den man die nächsten 10 Jahre hinarbeiten könnte . . . . .
 
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Ja mit der Kapazität ist das so eine Sache, wobei man da in Soltau eigentlich kaum Probleme hat - hier hat man zwar auch ausgedünnt (Rafting von knapp 50 auf 32, Hochbahn auf sechs, Monorail auf einen usw.) aber im MoviePark ist es wohl krasser. Da muss man halt den Gästen was zurückgeben - ich stimme dir da zu 100% zu, dass es in Brühl top funktioniert und die Konzerne sich daran orientieren sollten, schließlich merken sie es nach mittlerer Zeit positiv in ihren Kassen....
 

Rooster94

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Ja mit der Kapazität ist das so eine Sache, wobei man da in Soltau eigentlich kaum Probleme hat - hier hat man zwar auch ausgedünnt (Rafting von knapp 50 auf 32, Hochbahn auf sechs, Monorail auf einen usw.) aber im MoviePark ist es wohl krasser. Da muss man halt den Gästen was zurückgeben - ich stimme dir da zu 100% zu, dass es in Brühl top funktioniert und die Konzerne sich daran orientieren sollten, schließlich merken sie es nach mittlerer Zeit positiv in ihren Kassen....

Ich denke nicht, dass man damit aufhören wird. Warum auch? Die günstigen Preise eines Angebots mobilisieren die Menschen und die bringen wieder Kohle und lassen diese dann auch vermehrt im Park. Nachdem wir dieses Jahr vom Park etwas enttäuscht waren, gerade was den Zustand einiger Attraktionen betrifft, werden wir den Park auch nur noch mit einem Sparpreis besuchen und nicht für 42€ online Tickets kaufen...
 
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Ich denke nicht, dass man damit aufhören wird. Warum auch? Die günstigen Preise eines Angebots mobilisieren die Menschen und die bringen wieder Kohle und lassen diese dann auch vermehrt im Park. Nachdem wir dieses Jahr vom Park etwas enttäuscht waren, gerade was den Zustand einiger Attraktionen betrifft, werden wir den Park auch nur noch mit einem Sparpreis besuchen und nicht für 42€ online Tickets kaufen...

Klar, für uns Kunden ist es besser - keine Frage! Aber für den Park? Gefühlt haben im Heidepark 1/3 der Gäste 2:1 - zahlen also keinen Eintritt. Das Konzept basiert auf dem Gedanken, dass diese Leute dann ihr Geld im Laufe des Tages ausgeben (Gastro,Shop, Spiel, Fotos usw). Ich glaube aber nicht, dass die Mehrheit der Sparfüchse 40-50€ Pro Person für diese Dinge ausgibt. Wenn jetzt von meinen vermuteten 1/3 die Hälfte weg bleibt, sind das bei normalen Zahlen - 1.5Mio/Besucher pro Saison - rund 170.000 Gäste weniger - lass es 500.000 weniger sein... der Gewinn ist durch den hohen Eintritt dennoch höher - Aber: alles nur Vermutung, ist letztlich auch nicht meine Baustelle. Aber auffällig ist schon, dass die beiden großen Konzernparks am lautesten schreien. Daher scheint das Konzept nicht so wirklich nachhaltig zu sein.
 

ghosttrain

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Ich denke nicht, dass man damit aufhören wird. Warum auch? Die günstigen Preise eines Angebots mobilisieren die Menschen und die bringen wieder Kohle und lassen diese dann auch vermehrt im Park.
Naja - spätestens in dieser verkackten Saison kann von mobilisierten Menschenmassen keine Rede sein.Ja,das wusste man vorher nicht. Ich denke aber schon,daß man die ganzen 2 für 1 -Eintritte oder 50 % vom Park für 2020 verflucht hat. Zudem geht deine Rechnung nicht ganz auf: die Erstbesucher lassen vielleicht ordentlich Geld für Essen und Spiele da. Wer sich da auskennt,fährt hinterher zu Mäckes . . . .:ROFLMAO:
Das Essen im Heidepark ginge eigentlich,wenn die Gastro mal auf hätte.Entweder geschlossen oder -weil eben Vieles geschlossen - zu lange Schlangen davor. auch da müsste sich was bei Vollpreiseintritt tun,
 
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