Transporte bei Neuauslieferung

S

Sound-Factory

Hallo

ich hätte da mal eine frage?



]Wie läuft es überhaupt wenn man ein neues Geschäft abholt, meine Frage betrifft die Packwagen kriegt man die Maße vom Hersteller schon mitgeteilt, bekommt man vorher schon Zeichnungen das man die ganzen Aufnahmen für die Bauteile schon anfertigen kann z.B. Rungen oder Aufnahmeträger, oder wird das erst im Werk bei der Abholung angefertigt, ich kann mir auch vorstellen das die Ladung vom Gewicht her gleichmäßig verteilt werden muss, denn es macht ja keinen Sinn wenn auf der linken Seite z.B. ein Träger liegt mit 10t und rechts einer mit 5t, zumal ja auch alles vernünftig verladen werden muss damit nichts verloren geht oder sogar beschädigt wird, und dann muss auch noch mit Logik gepacktwerden, z.B. das wichtige Bolzen nicht ganz vorne im Packwagen liegen und andere Bauteile da vor stehen oder das Platz verschwendet wird bei der Beladung und man so die Anzahl von Transporten erhöht

Denn in der heutigen Zeitspielt ja auch die Ladungssicherung auch eine immer größere Rolle

]Oder kann man bei einigen Herstellern die Packwagen gleich mit bestellen?



Ich weiß bei einigen Schaustellern in meiner Wohnortsnähe wird fast alles selber gebaut, nur das man es hier danndoch mit kleineren Geschäften zu tun z.B. Autoscooter, Kika oder Twister.
]P.S. schon mal vielen dank für die Antworten.
 

Rainer Wallenfang

10 Jahre Mitglied
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Also ich weiß,wie es damals bei Anton Schwarzkopf war,er ist ja wie all seine Geschwister von Beruf Stellmacher gewesen (alte Berufsbezeichnung für Wagenbauer),will heißen,er hat alle benötigten Wagen selbst passend gebaut!
manchmal hat er den Schaustellern auch die Geschäfte bis vor die Tür geliefert.

Da wurde alles mit Überlegung geplant ,wie was am sinnvollsten gepackt wird und für die benötigten Kleinteile wie Bolzen e.t.c. gibt es ja die großen Schubläden (Kellerkästen) die man nach beiden Seiten herausziehen kann und so nicht lange herumsuchen muss.
praktisch sind auch die ganzen klappbaren Teile am Mittelbau,die Handgriffe ersparen und den Platz besser ausnutzen.
 

Ronny Basemann

....ist oft hier
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Nabend,

also bei Lutz / Frankreich macht man sich keinerlei Gedanken über Transportprobleme!

Wir haben vor rund 10 Jahren ein kleines Sportkarussell bestellt. Bei der Vertragsabwicklung wurde immer wieder versichert das alle zum Karussell gehörenden Teile zum Transport am Karussell bleiben.

Leider konnten wir das bis zum Tag der Abholung nie überprüfen da es das erste dieser Art war.

Der Tag der Abholung war da, wir die Maschine sicherheitshalber komplett Leergeräumt und auf nach Frankreich. Dort angekommen stand unser Zwerg voll Aufgebaut in der Halle.

Sollte mit Hilfe der Lutz Mitarbeiter abgebaut werden zum einlernen.

Soweit so gut.

Frontschilder vom Dach entfernen und beiseite Legen wurde uns gesagt!? OK!

Dann den zwerg abgebaut und alles in die Stilagen eingehangen.

Übrig blieben 8 Frontteile a 2xo,7m (gebogen) 8 Front zwischenstücke ca 0,2x0,7m und 7 Podiums.

Die frage war nun wohin kommen diese.

Die Antwort legt sie aufs Dach und macht einen Gurt drüber davorne in der ecke liegen Kartons zum dazwischen legen.

Hä??

Antwort:Für diese Teile war kein Platz mehr bei der Planung.

Moral davon glaube nur was Du siehst!

Wir haben uns dann mit Teppich aus dem Örtlichen Baumarkt beholfen.

So als Randbemerkung im Original waren wie oben erwähnt Teile übrig un man brauchte mind. 2 besser 3 Leute zum Auf-Abbauen.

Heute baut 1 Person den Zwerg alleine und es bleibt nichtsmehr übrig.

Die Erfahrung ist halt der beste Lehrmeister.
 
S

seven11

Kann den Vorrednern so zustimmen. Das verhält sich von Fall zu Fall, von Kunde zu Kunde und von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Ich gehe davon aus, daß es um die großen Fahrgeschäfte geht, bei Deiner Frage . . . .

Bei Zierer bspw waren bei den Fliegenden Teppichen und beim Hexentanz sämtliche Fahrzeuge im Lieferumfang enthalten. Mußten sie auch, denn sie wurden allesamt ins Geschäft mit eingebaut. Neben Fahrgeschäften baute Zierer auch Verkaufs-, Spiel-, und Schießgeschäfte, die natürlich auch in Wagen untergebracht waren. Weiter konnte man bei Zierer einzelne Transportfahrzeuge ordern.

Bei Mack gab es immer die Option, die passenden Transportfahrzeuge zum Geschäft dazu zu bestellen. Mack war ursprünglich Fahrzeugbauer und kam erst später zum Bau von Fahrgeschäften. Also konnte man auch Fahrzeuge bei Mack ordern. Auch Wohnwagen wurden von Mack gefertigt.

Mondial lieferte auf Wunsch auch Transportrollen zu den Geschäften, diese Option wurde aber nur von wenigen Schaustellern gewählt. Roie bekam z.B. zum The Big Shake eine Roadberg-Gondelrolle dazu und eine RollOver-Variante (ich glaube es war der von von Berg) erhielt einen Vierachser zur Verladung der beiden Masten. Mondial gehört zur Knijpstra-Gruppe, die auch die Firma Roadberg inne hat und somit auch Spezialfahrzeugbau betreibt.

Bei HUSS hingegen wurden nur die notwendigsten Fahrzeuge mitgeliefert. Die Mittelbauwagen natürlich und, bei Geschäften mit größer dimensionierten Fahrgastträgern wie Top Spin I, Ranger, Rainbow, usw, die passenden Gondelwagen, die auch jeweils im Geschäft mit eingebaut waren. Weiterhin gab es zu den Freifall- und Abschusstürmen aus dem Hause HUSS je zwei Turmwagen zum Geschäft - zwei Sattelauflieger, auf denen die sperrigen Turmteile transportiert wurde. Weiter lieferte HUSS zu allen Geschäften passende Transportstellagen für die jeweiligen Gondeln, die zu demontieren waren wie beim BreakDance, TakOff, Frisbee usw.. Einzelne leere Fahrzeuge konnte man bei HUSS nicht bestellen. HUSS ist bzw war Maschinenbauer und konstruiert(e) Fahrgeschäfte. Die Fahrgestelle der Mittelbauten bezog HUSS von Bunge, später von Goldhofer.

Unabhängige Hersteller von Transportfahrzeugen, wie Rollen und Packwagen waren bspw. Kumlin, Schmid-Ründerroth, Dietz, Pfaff u.a.

Der Ablauf, den Du hinterfragst, war bei der Abholung von einem neuen Geschäft zwar unterschiedlich, aber ich kann erleutern, wie eine Abholung üblicher Weise von statten ging. Bei HUSS wurde ein Geschäft abgeholt, wobei man vom Hersteller ein Packmaß, genannt in Anzahl und Größe von Übersecontainern, genannt bekam. Dem entsprechend brachte man Transportfahrzeuge mit. Das Geschäft wurde im Hof in der Stresemannstraße aufgebaut übergeben. Und so begann man nun, die Anlage, teilweise unter Anleitung oder Mithilfe vom Werkspersonal, zu zerlegen und in der Reihenfolge, in der man sie auch später auf den Festplätzen abbauen wollte, zu verpacken. Stellagen, Kisten usw wurden während dem Abbau vor Ort gefertigt und angepasst, damit jedes Teil seinen Platz fand. Metall und Werkzeug war schließlich vorhanden.
Gleiche Prozedur fand auch bei Mondial statt.
Diese Vorgehensweise war natürlich nur dann möglich, wenn man zwischen Auslieferungsdatum und dem Premierenplatz genügend Zeit zur Verfügung hatte. In den Fällen, daß Anlagen mit Verspätungen ans Netz gingen kam es auch öfter vor, daß man zunächst beim Hersteller provisorisch - oft auch auf deutlich mehr Transporte - verlud, um das Geschäft zunächst ans Netz zu bringen. Die endgültige Verladung erfolgte dann entweder in der laufenden Saison - sozusagen zwischen Tür und Angel - oder im folgenden Winter.

So kommt es natürlich auch vor, das Schausteller beim Verkauf vom alten Geschäft ihre Rollen und/oder Packwägen behalten, oder leere gebrauchte Fahrzeuge weiter veräußern und somit auf einer Rolle im Laufe der Zeit verschiedene Geschäfte verpackt werden und die Stellagen immer wieder angepasst werden.

Der fünfachsige Gondelwagen von Kaisers Skater war z.b. vorher der Mastwagen von Eberhardts Evolution. Zu diesem Fuhrpark gehörten natürlich auch der Dreiachser und der Vierachser, die heute am Airwolf tätig sind, oder auch der Gondelwagen von Schmidts Transformer, der gemeinsam mit seinem Zwilling, dessen verbleib ich nicht kenne, auch Gondelwägen an der Evolution waren . . . . .

Im Laufe der Zeit optimieren die Schausteller aber auch ihre Verladungen und tuaschen ältere gegen neuere Fahrzeuge aus, so daß Verladungen immer wieder geändert werden. Daß dient zum Einen der Einsparung von Transporten, erleichtert aber oftmals auch den Auf und Abbau.

. . . ich hoffe das reicht erst mal als Antwort . . .
 
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Und selbst wenn man ein Geschäft seid jahren hat,kann es immer noch in der zeit vorkommen das man die Packwagen die seid beginn dabei sind,doch umbaut weil man merkt das man wenn man etwas anders packt doch zeit beim auf oder abbau spart .

Bei xxx ist es damals sogar vorgekommen das man das geschäft bei Auslieferung in 2 grosse packwagen gelegt hat (mehr geworfen lach) und vor ort wurde es dann mit dem Besitzer und helfern des herstellers aufgebaut und man hat beim abbau dann dementsprechend alles sich so erstmal in die packwagen gepackt wie es einem am besten vorkam .Also hat man stelagen gebaut usw usw .das heisst man hatte dann nach dem ersten platz vielleicht mal 1 woche zwischen um alles ordentlich weg zu packen
 

Aufbauer Andre

Kirmes Fan
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Ich denke die Erfahrung, die man mit der Zeit macht, ist das beste System. Anfangs versucht man, alles in einer Logischen Reihenfolge zu verpacken/verladen. Was zuerst raus muss, sollte auch zuletzt rein. Mit der Zeit wird man aber feststellen, was sinnvoller ist, was wo besser liegt, was man anders machen könnte etc. Ältere, Reisende Geschäfte, so z.B. Octopussy, haben sich da schon eingefahren. Dort ist das System, ich möchte mal behaupten, ausgereift. Wenn ich an den ersten Aufbau des P.T 2 denke, fällt mir schnell auf, das dort nicht alles an seinem Platz war. Das sieht heute auch anders aus!
 
S

Sputnik2

Es ist auch alles eine Frage des Geldes.Man kann nicht alles von Anfang an haben :whistling:
 
S

Sputnik2

Richtig, der Gebrauchtwagenmarkt boomt


Meist beim Kauf,ja.Wenn sich alles etwas eingespielt hat,gibt es meistens modernere und größere Rollen oder Packwägen.
 
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