Volksfest: Preis-Explosion verhindert

Mack Rides

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Die Stromkosten sollten für die Schausteller ursprünglich um 230 Prozent steigen. Nach Protesten wird's nun ein bisschen harmloser.

Diese Meldung war für die meisten der 325 Schausteller schwindelerregender als die rasanteste Achterbahnfahrt. Pünktlich zur Großen Kirmes vom 12. bis 20. Juli drohte ihnen eine drastische Erhöhung der Strompreise, die jetzt aber erheblich reduziert wurde.


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Zahlten die Fahrgeschäft- und Budenbetreiber bislang 21 Cent für die Kilowattstunde, sollten sie nun mit 49 Cent zur Kasse gebeten werden. „Das wäre für uns ein ruinöser Aufschlag von 230 Prozent gewesen. Irrsinn!”, empört sich Bruno Schmelter, Chef des Düsseldorfer Schaustellerverbandes. Für eine große Achterbahn wären beispielsweise die Stromkosten für die neun Kirmestage von 6000 auf 20 000 Euro in die Höhe geschnellt. Insfesamt werden beim Rummel knapp eine Million Kilowattstunden verbraucht. Mit Unterstützung von Bürgermeister Dirk Elbers protestierten die Schausteller bei den Stadtwerken. Erfolgreich: Jetzt steigt der Strompreis nur um zwei auf 23 Cent.

„Das Energiewirtschaftsgesetz hat eine andere Berechnungsformel erfordert, mit der wir Neuland betreten haben. Die Situation war für die Schausteller unglücklich, ist aber nun abgefedert”, sagte Stadtwerkesprecher Juan Cava-Marin und stellte klar: Das Unternehmen stellt lediglich den Strom zur Verfügung. Vertragspartner der Schausteller ist aber ein Krefelder Anbieter, der die Energie verteilt.

„Mit diesem Aufschlag können wir gerade noch leben. Ich habe mit fast allen Kollegen geredet, über 90 Prozent halten die Preise gegenüber dem Vorjahr stabil. So bleiben wir eine familienfreundliche Kirmes”, betont Schmelter. Höhere Preise haben allerdings einige Partyzelt- und Imbissbetreiber angekündigt.

Bild & Text: Stadt Düseldorf
 
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