Volksfest-Wirbel um hohe Preise

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Kirmes
Wirbel um zu hohe Preise

VON BIRGIT WANNINGER


Düsseldorf (RP) Noch hat sich Oscar Bruch jun. nicht endgültig entschieden. Der Schausteller, dem das Wahrzeichen der Größten Kirmes am Rhein gehört, das Riesenrad, denkt über seine angekündigte Preiserhöhung nach. Fünf statt vier Euro möchte Bruch für eine Erwachsenenfahrt mit dem Riesenrad verlangen.

Doch er sei bereit, auf 4,50 Euro zu gehen, erklärte er gestern der RP. Allerdings nur, wenn er für den Düsseldorfer Strom den handelsüblichen Preis zahle.

Bruch, der seit Jahren seine Preise stabil hielt, klagt über die immens gestiegenen Kosten. Dies gelte nicht nur für die Spritpreise, sondern noch stärker für die Energiekosten. Habe er vergangenes Jahr noch 15 Cent pro Kilowattstunde für den Strom bezahlt, so sollen es in diesem Jahr 49 Cent sein. „Das kann doch keiner von uns mehr bezahlen. Das ist eine Preissteigerung von 230 Prozent“, regt er sich auf und verweist auf eine Stromrechnung, die er jüngst erhalten hat – als er auf der Kirmes in Bilk mit einem Fahrgeschäft vertreten war.

Auch Bruno Schmelter, Vorsitzender der Düsseldorfer Schausteller, war, wie alle seine Kollegen, in heller Aufregung, zumal er bei der Kirmes an der Tonhalle noch den alten Strompreis bezahlt habe. Ungläubig rief Patricia Kinsler ihre Kollegen an, die mit ihrem Fahrgeschäft „Breakdance“ noch in Stuttgart weilt, dort zahlt sie 17 Cent pro Kilowattstunde.

Stadtwerkesprecher Juan Cava-Marin gab gestern Entwarnung. 49 Cent wird kein Schausteller für den Strom zahlen. Der Preis werde zwar höher sein als im Vorjahr, doch er orientiere sich deutlich an dem Betrag, den die Schausteller 2007 gezahlt haben. Außerdem seien im neuen Preis Elemente enthalten, die bisher extra bezahlt werden mussten.

Zu den Irritationen war es gekommen, weil jetzt das neue Energiewirtschaftsgesetz verbindlich geworden ist. Laut diesem Gesetz müssen bestimmte Stromverbrauchszahlen als Grundlage dienen. Da es für die Schausteller allerdings bis dato keine konkreten Zahlen gibt, an denen man sich richten kann, haben sich die Stadtwerke zu einem Kompromiss entschlossen, so Cava-Marin, „mit dem alle leben können“.

quelle:dpa
 
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