Nach langer Krankheit

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Nach langer Krankheit
Kirmes-Architekt Kreutzer ist tot


(RP) Trauer um Ludwig Kreutzer. Der langjährige Düsseldorfer „Kirmesbürgermeister“ starb nach langer Krankheit kurz vor Vollendung seines 82. Lebensjahres. Die „Größte Kirmes am Rhein“ so wie sie jedes Jahr stattfindet, ist in dieser Form das Werk des Architekten Kreutzer. Von 1958 bis 1996 war er verantwortlich für Planung und Gestaltung des großen Düsseldorfer Sommerereignisses.


Vieles auf der Festwiese geht auf seine Initiative zurück. Beispielsweise der Bau der Treppen zu den Rheinbrücken. Oder die Pflasterung und Kanalisation der Hauptwege, ohne die die Kirmes heute nicht mehr stattfinden dürfte. Auch das Französische Dorf war seine Idee. Er führte neue anspruchsvolle Besucher an das Volksfest heran.

Einem anderen Heimatbrauchtum war Ludwig Kreutzer ebenso verbunden. Auf den Vorschlag seines Vaters geht die Gestaltung des St.Martinsfestes in der Altstadt zurück. Der Sohn setzte die Familientradition fort. Als langjähriger Vorsitzender der Vereinigung der Freunde des Martinsfestes regte er unter anderem einen Wettbewerb für die schönsten Martinslampen an. Schon in seiner Jugend trat Kreutzer auch der Schützengesellschaft Wilhelm Marx bei.

Seine Freunde schätzten an ihm seine ruhige, sachliche und verbindliche Art. Stets ließ Kreutzer auch die Argumente anderer gelten. Mit Orden und Ehrungen ist der gebürtige Düsseldorfer überhäuft worden. So erhielt er das Bundesverdienstkreuz, die Goldene Verdienstplakette der Stadt, das St. Sebastianus-Ehrenkreuz, die Stephanie-Plakette sowie Treue- und Ehrennadeln vieler Institutionen des Schützenbrauchtums und der Heimatvereine.

Schützenchef Lothar Inden: „Wir St. Sebastianer verlieren mit Ludwig Kreutzer eine beeindruckende Persönlichkeit und einen liebenswerten Kameraden. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Christel.“ Trauerfeier und Beisetzung finden morgen statt ab 10 Uhr auf dem kleinen Friedhof in Lohausen am Leuchtenberger Kirchweg.

quelle: dpa
 
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