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Michael.

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Auf dem Rummel ist alles sicher


Überprüfung der Fahrgeschäfte ergab keine Reklamationen


Wenige Stunden vor dem offiziellen Start gab es für die Schausteller, die aus allen Teilen des Bundesgebietes angereist waren, um nach dem viel zu langen Winterschlaf wieder Kirmes zu feiern, noch allerhand zu tun. Da mussten noch bunte Glühlämpchen ausgewechselt werden, da wurde die Stereoanlage auf ihre Reichweite und ihre Lautstärke getestet. Und eine allerletzte Hürde musste genommen werden: Ohne das Okay von Baubehörde und TÜV darf kein Fahrgeschäft in Betrieb gehen und keine Imbissbude ihren Grill anwerfen.

Doch bevor sich die Damen und Herren vom Landratsamt auf den dreistündigen Rundgang über den verschneiten Festplatz machten, galt ihr erster Besuch dem neuen Bürgermeister Hansjörg Höfer. "Ihre Arbeit ist für alle gut - für das Fest und für den Verbraucher", begrüßte er die Delegation. "Die Prüfungen beim Mathaisemarkt haben im Allgemeinen niemals Grund zu größeren Beanstandungen gegeben", berichtete Barbara Burgmer vom Kreisbauamt. "Kleinere Mängel findet man aber immer." Da fehlt mal ein Schild, oder eine Genehmigung ist abgelaufen, aber dem wird unbürokratisch abgeholfen. "Wichtig ist, dass bei einem so großen Fest keine Unfälle passieren", betonte Höfer. Käme es dennoch dazu, läge dies nicht an der Technik, sondern an menschlichem Versagen.

Durch Schneegestöber und über glatte Beschläge machte sich die Gruppe zu ihrer Kontrolle auf und besichtigte als erstes einen Imbiss-Stand. Manuela Neubert vom Kreisveterinäramt verschaffte sich einen Eindruck von Hygiene und Sauberkeit, und Feuerwehrkommandant Oliver Scherer nahm sich die Brandschwachstellen vor. Bei einem Kocher hatte er etwas entdeckt und instruierte den Inhaber wegen Abhilfe. Immerhin will auch ein Feuerwehrmann den Mathaisemarkt als Privatmann genießen und verspürt wenig Lust, die Tage auf dem Einsatzwagen zu verbringen.

"Circus, Circus" nennt sich eine neue Attraktion auf dem Mathaisemarkt. "Aus diesen Sitzen kann niemand herausfallen", versichert Inhaber Oscar Bruch, der mit seinem Partner Thomas Gründler, einem ehemaligen Banker, das gut zwei Millionen teure Fahrgeschäft betreibt. "Die Gondeln bewegen sich nicht, falls ein Haltebügel in die Verankerung nicht eingeschnappt hat." Dann geht es los, erst langsam, dann immer schneller, das Adrenalin steigt, und es entsteht ein Glücksgefühl. Diese Attraktion ist durchaus für ältere Personen geeignet. Rasanter geht es da schon bei der "Wilden Maus" zu. "Wir haben uns jedes Jahr beworben, doch es hat zehn Jahre gedauert, bis wir einen Platz bekommen haben", berichtet der Betreiber Stephan Schuster.

Auch hier hat der TÜV keine Beanstandungen gefunden. "Wir sind zufrieden: Die Gerätschaften sind technisch einwandfrei und auch die Hygiene", bestätigen die Beamten. Jetzt warten die Schausteller auf viele Besucher und darauf, dass der Winter seinen Schneefall zurückbeordert und der wärmenden Frühlingssonne Platz macht.

© Mannheimer Morgen - 04.03.2006

Angaben ohne Gewähr
 
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