Terror-Schutz: Stadt will Schausteller zur Kasse bitten

Michael.

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München - Der Plan sorgt für Wirbel: Für die neuen Sicherheits-Poller auf der Wiesn will die Stadt Wirte und Schausteller zur Kasse bitten - und zwar mit gesalzenen Beträgen. Die Wirte kündigen an, die Bierpreise zu erhöhen, sollte der Plan umgesetzt werden. Auch Stadträte sind skeptisch.
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Keine Frage: Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) hat Mut. Zur Rettung der Stadtfinanzen legt er sich sogar mit Wiesnwirten an - das zeigt eine Vorlage, die er dem Stadtrat am Dienstag präsentierte. Darin schlägt er vor, die Standgelder für alle Wiesnbetriebe - vom Festzelt bis zum Autoscooter - saftig zu erhöhen. Betreiber von Festhallen sollen demnach 38 Prozent mehr berappen. Schausteller müssten sich auf eine Erhöhung um 20 Prozent einstellen.



Grund für Reiters Vorstoß sind die massiven neuen Sicherheitsvorkehrungen für die Wiesn. Um Terroranschlägen vorzubeugen soll die Theresienwiese ab 2011 an den Zufahrten mit Pollern geschützt werden. Doch was sich simpel anhört, ist in Wahrheit sündhaft teuer: Die Hochsicherheits-Poller können sogar einen 7,5-Tonnen-Lkw stoppen - und in ihnen verbirgt sich modernste Technologie. Sie können elektronisch im Erdboden versenkt werden, wenn sich ein Rettungsfahrzeug nähert. Einsatzwagen sollen die Poller auch per Funk steuern können - und beim Hochfahren aus der Erde hupen die Poller sogar warnend.


3,3 Millionen Euro muss die Stadt für die Poller berappen, die Kosten können auf mehrere Jahre verteilt werden. Doch das ist nicht alles. Laut Reiter stehen weitere Kostensteigerungen auf der Wiesn an - etwa beim Rettungsdienst, bei der Sanitätsstation oder bei der Branddirektion. Insgesamt, so schätzt der Referent, wird die Wiesn um mehr als eine Million Euro pro Jahr teurer.
Das Geld will Reiter aber nicht vom Steuerzahler nehmen - sondern von den Oktoberfest-Beschickern. Das würde bedeuten, dass etwa der Betreiber eines großen Festzeltes, der bisher 172 000 Euro Standgebühr löhnte, nun 237 000 Euro berappen muss - 65 000 mehr. Für Schausteller fiele die Erhöhung geringer, aber doch deutlich aus: Eine Achterbahn, für die bisher 33 500 Euro Gebühr fällig waren, würde nun 40 000 Euro kosten.


Kein Wunder, dass das bei den Wiesn-Wirten nicht gut ankommt. Wirtesprecher Toni Roiderer stellte klar, dass die Besucher in diesem Fall mit höheren Preisen zu rechnen hätten. „Was wir mehr zahlen, geben wir weiter. Wir sind ja Kaufleute.“ Er hoffe jedoch, dass die Stadtpolitik eine andere Lösung finde. Roiderer denkt, dass auch die Stadt einen Beitrag zur Sicherheit auf der Wiesn leisten könne. Schließlich profitiere ja die gesamte Münchner Wirtschaft von dem Fest. Edmund Radlinger, Chef des Schaustellervereins, stimmt zu. Die Frage sei zudem, ob High-Tech-Poller wirklich nötig seien, so Radlinger. Die Provisorien, die heuer zum Einsatz kamen - Betonpoller und Blumenkübel - hätten doch gut funktioniert.

Auch im Stadtrat löst der Vorschlag von Sozialdemokrat Reiter Skepsis aus, selbst bei
der SPD-Fraktion. Deren Chef Alexander Reissl zweifelt daran, ob all die Summen, die Reiter in seiner Vorlage nennt, wirklich nötig seien. CSU-Stadtrat Richard Quaas hält die Erhöhung der Standgebühren für „zu sehr zugelangt“. Zudem wirft er die Frage auf, ob nicht auch andere Veranstaltungen, die auf der Theresienwiese stattfinden, zur Kasse gebeten werden müssten. Grünen-Fraktionschefin Lydia Dietrich sagte gestern jedoch: „Wir hätten dem Vorschlag zugestimmt.“ Auf Wunsch von SPD und CSU wurde die Entscheidung aber vertagt. Bis zum neuen Termin am 16. November muss sich Reiter nun mit der Kritik auseinandersetzen.

Bild & Text:http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/terror-schutz-stadt-will-wiesnwirte-kasse-bitten-968864.html
 

ghosttrain

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"Die Wirte kündigen an,die Bierpreise zu erhöhen,sollte der Plan umgesetzt werden . . .":00008286:
Für mich der Witz des Monats,wenn nicht des Jahres! Sehr entgegenkommend,daß den Wirten nun auch noch offizielle Begründungen geliefert werden,um die jährlich steigenden Bierpreise zu rechtfertigen . . .
 

Manian

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Wäre ich Wirt oder Schaussteller, würde ich die Wiesen Boykottieren.
Erhöht man die Preise, werden die Besucher auf das eine oder andere Bier verzichten
und auch auf die ein oder andere Fahrt.
Es geht hier nicht um die sicherheit sondern um einfach mehr Geld, steigen die
Preise weiterhin so drastisch an, wird es in 10 - 20 Jahren kein Volksfest mehr in
Deutschland geben. Wie viele Schausteller beschicken nun schon lieber Plätze
im Ausland, gute nacht Deutschland.
 

ghosttrain

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Genau das ist das Problem:
Die Preise steigen und steigen-aber auf der Wiesn wirds ohne Murren gezahlt!
Schausteller weiss ich nicht,aber die Wirte werden auch dann noch gut verdienen!
Überall ist es ja schon spürbar,daß das Geld lieber im Portemonaie bleibt,als ausgegeben zu werden! Nur halt auf der Wiesn nicht,b.z.w. bei den Wirten! Den ganzen Touris,die eh schon Geld für Übernachtungen und -Anreise ausgeben,tun die paar Cent auch nicht weh.Generell wird wol eher an Karussellfahrten gesparrt,als an Leib und Magen!
 

Manian

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Tja dann müssen Sie eben von den Touristen leben...
 

KirmesjunkeeNBG

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Fröhlich geht das "größte" Volksfest der Welt zu Grunde !
Nicht das man auf der Wies´n kein Geld verdient aber ich denke da der Platz eh schon so sündhaft teuer ist das sich der eine oder andere Spitzenbeschicker sich das ganze reichlich überlegen wird ob er aus der Ferne anreist oder nicht.

Es ist zwar eine sehr gute Idee den Platz "Terrorsicher" zu machen aber um ehrlich zu sein. Wer fährt, wenn er einen Terroranschlag verüben will, denn mit nem Auto oder LKW auf die Wies´n ? Da ist doch eine Rucksackbombe doch irgendwie effektiver.
Werden demnächst auch Körperscanner in Erwähgung gezogen um Sprengstoffe an den Körpern der Besucher zu erkennen ?

Man kann es auch übertreiben finde ich.
 

ghosttrain

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Nun-es wird ja schon gegen "Rucksackbomben"und Co.angegangen-durch Kontrollen!Aber gegen Autos,die aufs Festgelände rasen "würden" sind die halt auch machtlos!Ich verstehe die schon!Das Oktoberfest hat ja in der Vergangenheit schon unter Bombenanschlägen gellitten-da wird man halt vorsichtig.Unverständniss habe ich nur,daß wieder einmal die Beschicker,gannz egal ob Schausteller,Wirte,oder sonst wer,dafür aufkommen sollen.Egal wie die Finanzlage der Stadt München ist-das Oktoberfest sollte es ihr wert sein,diese Vorsichtsmaßnahmen eigenhändig zu zahlen!
 

Michael Wieland

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Hat München nicht 3 Milliarden Euro Schulden :sorry: immer noch besser wie z.B. Berlin :saad:
 
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