Die Stadt seie bereit, bei rechtzeitiger Bereitstellung aller notwendigen Anträge ,diese für 2026 nochmal zu prüfen. Herr Rayermann und die CDU der BV7 bevorzugen bes aber einen Park&Ride Parkplatz auf dem Glasmacherviertel einzurichten, bis es auf dem Gelände weitergehen sollte.
Quelle: RP+ Onnline Artikel von heute morgen.
XL-Weihnachtsmarkt in Düsseldorf
Düsseldorf ·
Zuletzt hatte der Veranstalter die Fläche für den XL-Weihnachtsmarkt auf dem Glashüttengelände in Düsseldorf-Gerresheim bereits um fast die Hälfte reduziert. Jetzt hat die Stadt über den Genehmigungsantrag abschließend entschieden.
Es sollte etwas ganz Großes werden, „ein
Weihnachtsmarkt wie kein anderer“, mit Riesenrad und Eislaufshow, Liveacts und Streetfood, fliegendem Weihnachtsmann und Mittelaltermarkt. Doch vorbereitende Arbeiten für den „Gerresheimer Winterzauber“ blieben auf dem Glashüttengelände bis zuletzt aus.
Als die Skepsis in den Sozialen Medien immer größer wurde, äußerte sich der Veranstalter, die Maus Event GmbH, vor einigen Tagen: Man habe Fläche und Programm reduziert, bestimmte Fahrgeschäfte wie den Top Spin oder auch die „Eis & Aura“-Show gestrichen und wolle statt der ursprünglich 60.000 nur noch 35.000 Quadratmeter bespielen.
Außerdem seien ein umfangreiches Verkehrskonzept erstellt und zahlreiche Parkplätze angemietet worden, ebenfalls seien bereits viele Ordner akquiriert worden. Allerdings setzte die Maus Event GmbH offenbar darauf, die Zustimmung zur Durchführung des Winterzaubers von der Bezirksvertretung 7 zu erhalten, die in der vergangenen Woche erstmals in neuer Konstellation nach der Kommunalwahl tagte. Dort tauchte das Thema dann aber gar nicht auf der Tagesordnung auf.
Was den neuen Bezirksbürgermeister Ingolf Rayermann (CDU) jedoch nicht weiter verwunderte: „Wir sind dafür gar nicht zuständig, das ist in der Satzung der Bezirksvertretung auch genau hinterlegt, das ist Sache der Stadt“, sagt er. Zumal es sich um ein Privatgelände handeln würde, das inzwischen der LEG gehört. Darüber hinaus kann er nicht nachvollziehen, dass der Veranstalter sich erst so spät um die notwendigen Genehmigungen gekümmert habe. „Da sind Bauanträge zu stellen, Bauaufsicht, Ordnungsamt, Amt für Verkehrsmanagement sind involviert, der Ämterumlauf ist enorm“, so der Bezirksbürgermeister.
Darüber hinaus habe etwa der Cirque du Soleil auf dem Glashüttengelände gezeigt, dass noch jede größere Veranstaltung an diesem Standort zu einem Verkehrschaos geführt habe. „Daher hat die CDU in der Sitzung auch beantragt, auf dem Glashüttengelände, so lange dort nichts passiert, wieder eine Park-and-Ride-Fläche einzurichten, um Anwohner und Pendler zu entlasten.“ Großveranstaltungen seien anderswo besser aufgehoben. „Ich gehe jedenfalls zu 99 Prozent davon aus, dass der Winterzauber nicht auf dem Glashüttengelände stattfinden wird“, betont Rayermann am Dienstagmittag.
Eine Stunde später antwortete die Stadt dann auf eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion (die NRZ hatte zuerst berichtet) wie folgt: Den geänderten Vorlagen seien seitens des Veranstalters keine nachvollziehbaren Unterlagen, insbesondere in verkehrlicher Sicht, beigelegt worden. „Der Antrag wurde daher abgelehnt“, erklärt ein Sprecher der Stadt. Dies erfolge auch unter dem zeitlichen Aspekt, da eine Genehmigung aufgrund des zu genehmigenden Zeitraums und der notwendigen Gremienbeteiligung nicht mehr möglich gewesen sei – das Aus für den Winterzauber in Gerresheim.
Für das neue Jahr sei immerhin angeboten worden, bei rechtzeitiger Antragstellung mit den notwendigen Nachweisen eine ebenso rechtzeitige Vorlage für die politischen Gremien (aufgrund erforderlicher planungsrechtlicher Befreiungen) zu erstellen.
Ein fest vereinbartes Gespräch mit dem Management der Maus Event GmbH mit unserer Redaktion kam nach der Absage der Stadt am Dienstagnachmittag nicht mehr zustande. Allerdings äußerte sich die Geschäftsführerin anschließend noch einmal über Facebook: „Wir stehen im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Aus“, heißt es da. Man sei jedoch weiterhin bereit, die geplante Veranstaltung durchzuführen, zumal die überwiegende Mehrheit der Anwohner den Winterzauber begrüßen würden.
„Umso überraschender war die telefonische Absage am Dienstag, nachdem uns zuvor mitgeteilt worden war, dass der Genehmigung nichts im Wege stehe.“ Auf dieser Grundlage habe man mit großem Einsatz weitergearbeitet und den Gerresheimer Winterzauber sorgfältig vorbereitet. Und abschließend: „Wir appellieren an die Verantwortlichen, den Winterzauber noch einmal objektiv zu prüfen und mit uns in einen konstruktiven Dialog zu treten.“